23. März 2003
Gender-Konzepte
Sitzungsprotokoll
von Paula Boylos
1. Kritik am Text "Comparative State Feminsim" von Amy Mazur und Dorothy McBride Stetson:
Inhalte der Frauenpolitik unterschiedlicher Länder bleiben nach anfänglicher Kritik unhinterfragt;
2. Text: "Was heißt "gender"" von Linda Nicholson
* Ziel des Textes:
Verunsicherung, Begriff "gender" aus sozialkonstruktivistischer Strömung hält nicht, was er verspricht
Blick dafür schärfen, dass von einer selbstverständlichen Körperlichkeit ausgegangen wird
* Begriffspaar: sex - gender
Aus der Sprachwissenschaft entlehnt (deutsch: genus); Vorteile: Unterschiede zwischen Geschlechtern sind nicht in der Natur begründet, sondern es handelt sich um gesellschaftliche Konstruktionen.
Bsp.: Frauen beim Bundesheer
| SEX | |
|---|---|
| sex | gender |
| biologischer Determinismus (Schwäche, Hormone aufgrund bestimmter körperlicher Eigenschaften sind Frauen für den Heeresdienst ungeeignet) | sozial-konstruktivistische Variante -> (Zuschreibungen) |
Gender sollte biologistische Argumentationskette aufbrechen -> Trennung von sex und gender;
Identität
Verwendung des Begriffes vor dem Hintergrund einer westlichen Tradition: materielle, anatomische Disposition als Ursache und Quelle der Eigenschaften von Menschen.
Bild der Autorinnen der zweiten Frauenbewegung: "sex" als gegeben
Geschichte: Im Zuge der modernen Naturwissenschaften wird der körperliche Unterschied zur Begründung sozialer Unterschiede herangezogen;
Die Trennung von sex und gender erscheint als Befreiung aus dem Körperzwang
Biologistische Fundierung
Annahme einer Konstante "Körper"