Gender Mainstreaming in International Perspective. Governing Gender
Equality.
ForschungspraktikumGender Mainstreaming hat es als Begriff bereits in die "Millionenshow" geschafft. Doch dort – wie auch in vielen anderen Zusammenhängen – wusste niemand, was der Begriff eigentlich bedeutet. Gender Mainstreaming als ein gleichstellungspolitisches Instrument der Europäischen Union hat eine lange Geschichte in den Frauenbewegungen des Südens und in der entwicklungspolitischen Debatte. Als ein gleichstellungspolitisches Steuerungsinstrument, das sich explizit als "top-down"-Instrument versteht, ist es in der frauenpolitischen Debatte nicht unumstritten. Ist es den einen "nur" "soft law" und technokratisches Verfahren, ist es für die anderen ein neuartiges Instrument, um gleichstellungspolitische Ziele in einem deliberativen Prozess zu formulieren, sie kreativ umzusetzen und zu evaluieren. Das Ziel des Forschungspraktikum ist es, sowohl den Entstehungsprozess des Konzepts Gender Mainstreaming als governance-Prozess zu analysieren sowie die Implementierung von Gender Mainstreaming im Kontext des europäischen Mehrebenesystems zu analysieren und kritisch zu evaluieren.
Im ersten Teil des
Forschungspraktikums geht
es um die Sicherung von Ansätzen der Analyse von
Mainstreaming-Prozessen sowie
der Erarbeitung adäquater Methoden, die dann in kleineren
empirischen
Forschungsprojekten angewandt werden sollen. In der zweiten Hälfte
des
Semesters werden dann die Forschungsexposees und die ersten
Forschungsergebnisse diskutiert.